Küchen-Mythen auf der Spur

Küchen-Mythen auf der Spur

Küchen-Mythen um Nudeln, Fleisch und Co sind so alt wie das Kochen selber. Jeder kennt sie, jeder gibt sie weiter und so halten sich einige Dinge hartnäckiger als einem lieb ist. Doch was ist dran, an den alten, zum Teil noch von Uroma und Oma überlieferten Handlungen?

Mythos 1: Hähnchen- und Geflügelfleisch muss man waschen

Hier ist das völlige Gegenteil der Fall. Geflügel- und Hähnchenfleisch ist zum Teil mit Keimen und oder Bakterien belastet. Diese kann man jedoch nicht abspülen. Durch das beim Waschen spritzende Wasser können sich Keime in der Küche verteilen, das Keim-Wasser-Gemisch fliegt mitunter mehr als 50 Zentimeter weit und kann somit auch nebenstehende Salate, Beilagen und Bestecke erreichen.

Die effektivste Methode ist das richtige Durchgaren des Geflügels, bei einer Kerntemperatur von mindestens 70 Grad, denn die Hitze tötet alle vorhandenen Bakterien ab.

Alle zur Verarbeitung genutzten Gegenstände, wie Schneidebrettchen, Messer und Co sollten nur für das rohe Geflügel genutzt und danach gründlich gesäubert werden. Hände waschen ist dabei selbstverständlich.


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Mythos 2: Gefrorenes Fleisch oder gefrorenen Fisch taut man bei Raum-Temperatur auf

Im Allgemeinen heißt es, ein schonendes Auftauen ist nur bei Raumtemperatur möglich. Schneller geht es im warmen Wasserbad.

Auch diese Angewohnheit sollte man tunlichst verändern, denn auf Fleisch und Fisch können sich beim Auftauen in warmen Räumen oder im Wasserbad Keime absetzen. Somit hätten Sie kein leckeres Essen mehr, sondern ein wahre Keimschleuder.

Richtig ist: Fleisch und Fisch langsam im Kühlschrank auftauen lassen, dies dauert so ca. 6 – 7 Stunden.

Mythos 3: Pilze sollen nicht gewaschen werden

An dieser Empfehlung ist etwas dran, denn Pilze bestehen selbst zu 98% aus Wasser und saugen sich beim Waschen mit Wasser voll. Brät man diese dann in der Pfanne an (dabei verlieren diese sowieso viel Wasser), bekommt man keine lecker gebräunten Pilze, sondern nur noch eine wässrige Suppe. Daher besser die Pilze trocken abbürsten (gibt sogar extra Pilzbürsten*) oder mit nur wenig Wasser, in welchem ein EL Mehl aufgelöst wurde, reinigen.

Mythos 4: Nur frisches Gemüse hat die meisten Vitamine und gesunden Nährstoffe

Frisches, regionales Gemüse direkt vom Feld enthält natürlich die meisten gesunden Vitamine und Nährstoffe. Daher ist es optimal seinen Einkauf im Hofladen oder am Marktstand auf dem Wochenmarkt zu erledigen.

Beim Einkauf im Supermarkt sieht es da leider etwas anders aus. Tagelange Lagerung und lange Transportwege beeinflussen die Frische und den Nährstoffgehalt erheblich. Frisches Gemüse wird nach der Ernte gereinigt, sortiert, verpackt, zum Großhändler transportiert oder von einem Zwischenhändler abgeholt und dann erst zum Supermarkt transportiert, oftmals da noch im Kühlhaus gelagert und dann in die Auslage gelegt. Erst dann kann es gekauft werden und wird oftmals zuhause noch gelagert, bis es dann verbraucht wird. 

TK-Gemüse werden gleich nach der Ernte frisch schockgefrostet und können somit mit der frischen Variante mithalten bzw. können sehr oft mit mehr Vitaminen und Nährstoffen punkten, als die frischen Gemüsesorten.

Mythos 5: Schimmel kann entfernt werden und dann ist alles gut

Diesen Küchen-Mythos finde ich persönlich besonders bedenklich, denn Schimmel ist wirklich gefährlich. Ich meine hier nicht den extra kultivierten Blauschimmel am Käse, sondern den, der sich ungebeten im Marmeladenglas, im Apfelmus, auf dem Hartkäse oder auf der Toastscheibe breit macht. Die Universität Bonn warnt direkt davor, den Schimmel zu entfernen und die Lebensmittel noch zu verwenden, denn nicht der weiße Belag ist das Problem, sondern die sogenannten Mykotoxine. Das sind unsichtbare Giftstoffe, welche sich bei Schimmelbefall im gesamten Lebensmittel ausbreiten und es dadurch ungenießbar machen.

Also, bitte, bitte werft diese Sachen wirklich weg – es schadet Eurer Gesundheit!

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Bilder erstellt mit Canva.com

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